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Gereon
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« am: 05. September 2006, 15:37:10 » |
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Moin,
ein bisschen hat es was von Frust, aber die Geschichte, in dieser unserer Stadt einen akzeptabel schnellen und auch noch bezahlbaren Internet-Anschluss zu bekommen, geht bei mir mal wieder in die nächste Runde, und ein Ende ist nicht abzusehen.
Nicht genug damit, dass es mich von 2000-2002 _sechzehn_(!!!) Anträge kostete, bis ich als "Eigener" dann gnädigerweise endlich einen DSL-768-Anschluss bekam (von der Telekom natürlich, weil die Herrschaften von Arcor das zu der Zeit noch gar nicht auf die Kette bekamen und andere Anbieter - sagen wir mal - Startprobleme hatten)...
Mittlerweile schreiben wir 2006, bei allen namhaften Anbietern ist DSL-16000 (z.T. 20000) Stand der Technik, ich wohne immer noch da wo ich damals schon wohnte, und oh Wunder, die Segnungen der Technik bescheren mir schier unglaubliche DSL-1500 (verkleidet als DSL-2000, weil es den 1500er offiziell nicht mehr gibt). Mehr geht technisch lt. T-DSL-Check nicht (wie lustig, in überschaubarer Entfernung steht schon einer dieser neuen Telekom-Schränke an der Straße, aber dass der da rumbrummt reicht offenbar noch nicht). Was mich mit dem erneuten Wunsch nach Alternativen erfüllt...
Also schaun wir mal: Ich kann nehmen:
T-DSL und T-Online (egal welchen Tarif) - Details erspare ich mir, möcht ich grad halt nicht so gern. Geschmackssache.
T-DSL in einer der mannigfaltigen Reseller-Verkleidungen: Hab ich z.Zt. von 1&1, in Verbindung mit deren Flatrate-Paket. Macht zwar den Job, aber eben dank 2000er Limit gerade mal so - ein Staat ist damit nicht zu machen. Upgrade geht aber auch nicht, weil 1&1 zwar gern würde, aber die Telekom nicht kann...
Arcor-DSL: Nunja, die technischen Gegebenheiten wären angeblich da, lustigerweise ist aber die tatsächliche Realisierbarkeit eine Frage für die "letzte Meile" - und die prüfen die Jungs und Mädels mit den rotgefärbten Haaren offenbar erst dann, wenn man schon unterschrieben hat. Nett. Wenn dann das Gewünschte nicht geht, hat man im Zweifel den nächstschlechteren Tarif am Hacken, oder was? Die Bedingungen sind da eher unklar formuliert. Das wäre evtl. einer näheren Betrachtung noch wert, wenn denn absehbar wäre, dass ich im Vergleich zum aktuellen Paket was spare - dessen einziger "Nachteil" ist aber, dass ich meine aktuelle Telefon-Flatrate als VoIP-Flatrate habe, während Arcor das in "richtiger" Telefonie abbildet. Kann ich mit umgehen, Fritz!Box sei dank. Also: Verbindliche Zusage bei Bestellung geht nicht, Ersparnis ist irgendwie nicht wirklich -> Haken dran.
GelsenNet: Eigentlich ein grundsympathischer Laden, weil aus der Region, überschaubare Größe - eigentlich alles, was es braucht, um sich da hingezogen zu fühlen. Die Werbung von denen ist Geschmackssache (ich finde, "Flatman" ist so ziemlich die unmöglichste Werbeidee seit ein inzwischen nicht mehr eigenständiger Anbieter mal den "knUUt" auflegte...) aber die Angebote an sich klingen ganz okay. Sogar von der Preisgestaltung her mag man nicht motzen. Aber dann: Gehe ich in die Online-Bestellung, wird meine Vorwahl geprüft, und dann darf ich bestellen, was immer das Herz begehrt. Im Kleingedruckten steht dann "soweit technisch machbar", und wenn nicht machbar, gibt's halt den "nächstniedrigeren Tarif". Eiguggeda, d.h. wenn ich von DSL-2000 a la Telekom auf DSL-20000 a la Versatel wechseln möchte (denn Versatel steckt da technisch dahinter), und das geht am Ende des Tages nicht -> bingo, hab ich evtl. das gleiche in blassgrün, was ich vorher in magenta hatte. Tolle Wurst.
Der Spitzenkracher kam aber letztens per Post: ish hat dann doch nach all den Jahren mal sein Kabelnetz für Bottrop auch internetfähig bekommen - wurde ja auch mal Zeit. Sogar die Preisgestaltung hat auf den ersten Blick was. Aber dann: Was bitte soll das denn? Ich bekomme dort einen analogen Telefonanschluss (mit auch nur einer Nummer), max. 2000kbit Downstream, und damit ich all dies nutzen kann, muss ich auch noch auf analoges Kabel-TV verzichten und alles auf digital umstellen? Schön, dafür könnte ich den guten alten T-ISDN in Rente schicken, aber ich verliere 6 etablierte Rufnummern (von denen ich wenigstens 3 behalten möchte), jegliche ISDN-Sonderfunktionen, VoIP (was ja im Prinzip noch verschmerzbar wäre, wenn es nicht die einzige Alternative zur Bereithaltung weiterer Rufnummern wäre) und muss auch noch Anzahl TV-Empfänger * Digitalreceiver (mit den entsprechenden gebührenintensiven Karten dazu) erwerben? Das rechnet sich doch in diesem Leben gar nicht mehr...
Mag sein, dass ich ein paar Krümel (oder Euros - wie man's nimmt) sparen kann, aber bei den nicht-Telekom-gebundenen Anbietern opfere ich gewisse Services (z.B. Nutzbarkeit von Call-by-Call-Vorwahlen!!! Das geht bei Arcor und Versatel nämlich nicht!), verliere den technisch zumindest nicht unspannenden VoIP-Zugang und bekomme geschwindigkeitsmäßig nichts garantiert. Ironie total ist, dass ish's Kabel-TV-Lösung die Telefonie offenbar auch über VoIP realisiert - aber man kommt als Endverbraucher nicht dran, d.h. Nutzung über Fritz!Box? Bis mir einer beweist, dass er's schonmal hingekriegt hat, Fehlanzeige...
Wenn ich dann noch sehe, dass z.T. "draussen" (Kirchhellen, sogar draussen im Feld) DSL-6000 überhaupt kein Problem zu sein scheint, frag ich mich langsam, was der Mist eigentlich soll.
Wie sind denn so Eure Erfahrungen mit Internetzugang in und um Bottrop und den diversen Anbietern? Wie funktioniert der Support? Und wie schnell könnt Ihr in welchem Stadtteil tatsächlich surfen?
Sehr gespannt,
Gereon
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