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Autor Thema: Spasshaus "Ende"  (Gelesen 13033 mal)
anwohner
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« am: 03. Dezember 2006, 16:41:01 »

Zunächst mal an Metaltrack!

ich glaube wir sind Leidensgenossen.

Ich wohne auch auf  dem Windmühlenweg.

Das Konzert Ende September, bzw. die damit verbundenen Nachwehen, waren mal wieder zum kotzen.

Wir konnten nun durchsetzen, dass das Ordnungsamt, Veranstaltungen dieser Art künftig untersagt, also das AUS für den Zeckenbunker.

Beim letzten Konzert war eine ältere Anwohnerin dermaßen durch das Verhalten in Aufregung versetzt, dass sie den Arzt rufen musste.

Wenn dann noch in die  Vorgärten gepisst worden wäre, wäre das noch als angenehm zu empfinden gewesen, nein direkt vor die Haustüren und in die Briefkästen.

Um Herrn Neu...., dem die Nissenhütte gehört, bei Laune zu halten, haben wir die GEMA auf die Konzerte aufmerksam gemacht, nun darf er für zwei Jahre nachzahlen.

Und immer noch ne große Fresse auf www. Spasshaus.de , bezeichnet seine Nachbarn als Nazis (SA Siedlung)und Denunzianten.

Wenn der Blödmanngehilfe meint hier weiterhin Narrenfreiheit zu haben und mit seinen verlausten Kumpanen doof spielen zu können, muss er sich im Klaren darüber sein, dass hier auch Leute wohnen bzw. neu zugezogen sind, die aus anderem Holz geschnitzt sind und nicht lange fakeln um ihm Benehmen beizubringen, egal aus welche Art und Weise.

Und wenn mir einer erzählen will, stimmt alles nicht, vielleicht etwas laut aber sonst brav, den lass ich umgehend zur MPU vorladen.

Schaut euch nur die Fotos auf der Homepage an, was sind das für Leute die sich stolz mit vollgekotzten Waschbecken,bekotzten Leuten oder herumliegenden, voll zugedröhnten zumeist, Jugendlichen in Szene setzen wollen.

Was haben die in so einer Wohngegend verloren??



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Gereon
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« Antworten #1 am: 08. Dezember 2006, 11:30:25 »

Hallo,

ich kann Deine / Eure Verärgerung verstehen. Es ist einerseits sicherlich die Sache jedes Einzelnen, was er auf seinem Privatgrundstück veranstaltet, aber neben dem Schutz dieser Eigentumsrechte gibt es auch die Verpflichtung zur Rücksichtnahme auf die Nachbarschaft und die allgemeine Sicherheit und Ordnung.

Es ist nicht umsonst so, dass sogar Gastgeber dafür haften können, wenn sie ihre Gäste nach einer Feier alkoholisiert Auto fahren lassen, insofern teile ich ebenfalls nicht die Ansicht des Spasshaus-Inhabers, dass er für das Verhalten seiner Gäste (denn wenn es keine Gäste wären, wäre das eine Veranstaltung, für die andere Rechtsmassstäbe gelten) keine Verantwortung trägt.

Trotzdem rate ich dazu, hier nicht gleiches mit gleichem zu vergelten und daher darauf zu achten, mit welcher Wortwahl Ihr dem "Problem" entgegentretet. Auf ein Niveau, das Ihr ablehnt, solltet Ihr Euch nicht begeben.

Generell fehlt mir auch das Verständnis, was an solchen Aktionen "Spass" sein soll, aber da halte ich es wie mit allem: Solange es niemand Unbeteiligten belästigt, gönne ich jedem seins. Wird allerdings Belästigung draus, kann ich auch ganz schön elektrisch werden.

Aber vielleicht relativiert sich das Ganze ja jetzt nach ordnungsbehördlicher Beteiligung.

Gruß,
Gereon
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willy
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« Antworten #2 am: 10. Dezember 2006, 13:07:59 »

Wir konnten nun durchsetzen, dass das Ordnungsamt, Veranstaltungen dieser Art künftig untersagt, also das AUS für den Zeckenbunker.

Um Herrn Neu...., dem die Nissenhütte gehört, bei Laune zu halten, haben wir die GEMA auf die Konzerte aufmerksam gemacht, nun darf er für zwei Jahre nachzahlen.

Und immer noch ne große Fresse auf www. Spasshaus.de , bezeichnet seine Nachbarn als Nazis (SA Siedlung)und Denunzianten.

Wenn der Blödmanngehilfe meint hier weiterhin Narrenfreiheit zu haben und mit seinen verlausten Kumpanen doof spielen zu können, muss er sich im Klaren darüber sein, dass hier auch Leute wohnen bzw. neu zugezogen sind, die aus anderem Holz geschnitzt sind und nicht lange fakeln um ihm Benehmen beizubringen, egal aus welche Art und Weise.

Und wenn mir einer erzählen will, stimmt alles nicht, vielleicht etwas laut aber sonst brav, den lass ich umgehend zur MPU vorladen.

Schaut euch nur die Fotos auf der Homepage an, was sind das für Leute die sich stolz mit vollgekotzten Waschbecken,bekotzten Leuten oder herumliegenden, voll zugedröhnten zumeist, Jugendlichen in Szene setzen wollen.

Was haben die in so einer Wohngegend verloren??

Bei aller Liebe und allem Verständnis, aber wer seine Mitmenschen als Zecken und Nissen beleidigt und umgehend zur MPU vorladen will bzw. generell nicht "lang fackelt", was immer das auch heißen mag, der muss sich über Bezeichnungen wie "SA Siedlung" auch nicht wundern.
Wie es in den Wald hinschallt, so schallt es auch heraus und solche Angelegenheiten schaukeln sich dann sehr schnell hoch. Was ist z.B. wenn es unter den "Zecken" auch welche gibt, die nicht lang fackeln? Gibt es dann demnächst Straßenschlachten auf dem Windmühlenweg oder wie haben sich die Anwohner das vorgestellt?
Und zu der Sache mit den GEMA Gebühren kann ich nur sagen, dass das totaler Unfug ist, da auf den Konzerten dort mit Sicherheit noch nie irgendwelche Bands gespielt haben, die ihre Musik über die GEMA vermarkten. Wer im Übrigen mit solchen Methoden vorgeht, muss sich auch nicht wundern, als Denunziant beschimpft zu werden.
Es gibt glaube ich genügend Handhabe sein Eigentum zu schützen, ich denke, dass es nicht einmal ein Problem gewesen wäre, in Absprache mit dem Veranstalter die Polizei davon in Kenntnis zu setzen, wann ein solches Konzert stattfindet, damit die Polizei an dem entsprechenden Abend öfters mal vorbeischaut. Ich habe selber schon Konzerte in anderen Städten organisiert und da hat sowas immer super geklappt, ich wüsste nicht, warum das in Bottrop nicht gehen sollte.

PS: Das "was haben die in so einer Wohngegend verloren" spricht auch nicht unbedingt für eine tolerante Einstellung Mitmenschen gegenüber (selbst wenn man von allem Ärger absieht).
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mitbetroffener
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« Antworten #3 am: 10. Dezember 2006, 15:20:04 »

Um das direkt mal festzuhalten, die Polizei war pausenlos vor Ort, teilweise mit drei Fahrzeugen gleichzeitig.

Es handelt sich um ein Wohngebiet mit freistehenden Einfamilienhäusern.

Wie bitte soll man mit Leuten ungehen, die aus anderen Städten hierher kommen und das Eigentum der hier lebenden Menschen, die mitunter lange und hart dafür arbeiten mussten, zu misachten, zu beschädigen und zu schänden.

Wie soll man die nennen, die total besoffen durch die Strassen ziehen, stänkern und pöbeln, so dass sich die Kinder der Anwohner, nur weil sich ordentlich kleiden und gepflegt auftreten,was diesem Volk offensichtlich nicht zu passen scheint, nicht auf die Strasse wagen.

Welchen Namen bitte für die Brutstätte dieses Debakels.

Verständnis für pöbelndes Pack. Hallo wieviel Toleranz muss man eigentlich aufbringen, um dann selbst aber kein Verständnis ernten zu dürfen.

Der Tonfall von "Anwohner" trifft den Nagel auf den Kopf, anders kann man dieses Volk nicht nennen. Richtig so wie man in den Wald hinein ruft so schallte es heraus, nur haben nicht die betroffenen Nachbarn zuerst in den Wald gerufen.

Die Sache mit der GEMA ist absolut zu Recht erfolgt, und egal ob die Bands der GEMA angehören oder nicht, sind öffentliche Veranstaltungen dort anzumelden und es sind auch Gebühren dafür zu entrichten. Der zusammengesponnene Quatsch auf der Spasshausseite wird ihn auch nicht davor bewahren.

Mit dem nicht lange Fackeln ist genau das gemeint, dass für den Fall wenn nun wieder irgendwas vom Spasshaus ausgeht, vielleicht unter einem andern"Namen", werden die Anwohner gemeinsam eine Art "Wachdienst" beauftragen ihr Eigentum zu schützen. Und das sind Profis, die ihr Handwerk verstehen.

Ich halte allen, die hier zu Besonnenheit aufrufen, zu Gute,dass sie sich kein Bild davon machen können, was hier dann abgeht, man hat abgewartet und einige "Konzerte" über sich ergehen lassen, immer in der Hoffnung, beim nächsten wird alles besser.

Chancen hatte Herr "Snoopy" wirklich genug.

Da nutzt es auch nix, wenn er zugedröhnt vor seinem Haus Papier aufsammelt, während seine Besucher es hundert Meter weiter krachen lassen.

Hier haben Rohbauten gebrannt, man hat versucht Autos anzuzünden, nur weil sie nen Stern hatten.

Es wäre für niemand ein Problem, wenn hier zwei Konzerte pro Jahr  stattfinden, wenn denn die An- und Abreise gesittet von Statten ging.

Nur muss sich Herr N. darüber im Klaren sein, dass er sich hier nicht viel Freunde macht und man ihm dann ggf. den einen oder anderen Strein in den Weg legen möchte.

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Gereon
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« Antworten #4 am: 10. Dezember 2006, 17:46:47 »

Ja, aber wieder - Gleiches mit gleichem vergelten schaukelt die Sache nur weiter hoch.

Der Einsatz der Ordnungshüter ist ein absolut probates Mittel, zumal der Tatbestand der Ruhestörung sehr gut objektiv beurteilt werden kann. Und es ist ja in der Tat so - es gibt keinen Rechtsanspruch darauf, eine bestimmte Anzahl von Veranstaltungen mit "Außenwirkung" im Jahr zu machen - d.h. entweder man versteht sich mit der Nachbarschaft und dann dulden die die Veranstaltungen auch, oder aber es gibt Knies, dann ist es das mit den Veranstaltungen gewesen (und weitere solche rufen eben die hilfsbereiten Menschen in den (noch) grünen Fahrzeugen auf den Plan).

Es ist, wie willy es richtig darstellt: Dadurch, dass man sich den Tonfall der im Verhalten beanstandeten Menschen zu eigen macht, begibt man sich - hoffentlich und ganz sicher ungewollt - auf das Niveau, das man eigentlich doch ablehnt.

Natürlich sind die beschrieben Auswirkungen der "Konzerte" absolut daneben und natürlich wünscht man sich als Anwohner, dass das aufhört. Im gegebenen Fall gibt es aber rechtsstaatliche Mittel genug, das durchzusetzen.

Trotzdem verstehe ich die ein oder andere Ausfälligkeit - im Ärger passiert das halt.

Gruß

Gereon
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willy
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« Antworten #5 am: 12. Dezember 2006, 18:01:17 »

Mit dem nicht lange Fackeln ist genau das gemeint, dass für den Fall wenn nun wieder irgendwas vom Spasshaus ausgeht, vielleicht unter einem andern"Namen", werden die Anwohner gemeinsam eine Art "Wachdienst" beauftragen ihr Eigentum zu schützen. Und das sind Profis, die ihr Handwerk verstehen.

Na dann immer frisch ans Werk! Wenn das wirkliche Profis sind, hat da bestimmt niemand was gegen einzuwenden. Allerdings sollte man Profis nicht mit einer Bande Raufbolde verwechseln, die darauf aus sind, für Geld grundlos ein paar Leute zu verprügeln (wie es wohl bei Türstehern diverser Großdiscotheken in der Gegend scheinbar an der Tagesordnung ist).

Zitat
Es wäre für niemand ein Problem, wenn hier zwei Konzerte pro Jahr  stattfinden, wenn denn die An- und Abreise gesittet von Statten ging.

Dagegen ist mit Sicherheit nichts zu sagen, allerdings halte ich es für ein wenig schwierig, den Gastgeber einer solchen Veranstaltung quais unbegrenzt haftbar für das Verhalten seiner Gäste auf dem Heimweg zu machen.
Es ist ein Unterschied, ob ich als Gastgeber jemanden der offensichtlich betrunken ist, noch dazu ermuntere, mit dem eigenen Auto nach Hause zu fahren oder ob sich meine Gäste auf dem Heimweg, also außerhalb meines Einflussbereiches, an anderer Leute Hab und Gut zu schaffen machen.
Wenn mir jemand erklären würde, dass ich für den Schaden aufzukommen habe, den ein Gast zwei Straßen weiter auf dem Heimweg verursacht hat, würde ich auch nur milde lächeln. Ich frage mich ernsthaft, warum es offensichtlich so schwer ist, dieser Leute habhaft zu werden, die da Unfug veranstalten.

Zu der Ansichten "die gehören nicht hierher, die passen nicht zu uns" möchte ich nur sagen, dass ich persönlich Leidtragender zweier Schützenfeste und eines großen Karnevalszuges in direkter Nachbarschaft bin, inklusive randalierendem Pöbel, Blasmusik, Sperrzone für PKWs für die Zeit des Karnevalsumzuges (einmal musste ich sogar, obwohl ich vorher auf demselben Karnevalszug Sanitätsdienst geleistet habe, geschlagene zwei Stunden vor der Absperrung warten, bis auch der letzte Karnevalist das Schlachtfeld verlassen hatte, ganz großes Kino!) und in Hauseingänge pissende "Jecken".
Hier beschwert sich aber komischerweise niemand und wenn doch, dann bekommt derjenige wahrscheinlich selber noch Probleme, die Herren Politiker sind schließlich auch meist Mitglieder in diesen Vereinen.

Will sagen: Jeder nach seinert Facon! Wer besagtes Narren- bzw. Brauchtum toleriert, muss auch andere Arten der Freizeitgestaltung tolerieren, solange diese das Eigentum anderer respektieren. Wer das nicht tut, muss sich dann halt mit den Jungs in Grün auseinandersetzten, das gilt für Karnevalisten wie für Punks.
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Gereon
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« Antworten #6 am: 14. Dezember 2006, 22:32:23 »

Willy, Du sprichst mir in gewissem Maße aus der Seele.

Zwar ist die auslösende Diskussion um das Spasshaus aufgrund ihrer räumlichen Begrenztheit ein Thema, das prima zum Polarisieren geeignet ist, aber das dort beobachtete Fehlverhalten Einzelner darf nicht dadurch zu "Normalverhalten" umdeklariert werden, weil es von Freunden und Angehörigen etablierter Vereine in schöner Regelmäßigkeit gepflegt wird.

Das Problem ist allerdings, dass es Exzesse gibt, die sich durch Abschaffung der "ursächlichen" Veranstaltung zukünftig vermeiden lassen, und solche, die aufgrund der gesellschaftlichen Akzeptanz der Veranstaltung wohl immer passieren werden. Die Lösung wäre da höchstens Abschaffung von Karneval und Schützenfest und - wenn wir schon dabei sind - Prohibition. Tolle Wurst.

Ich halte unter überhaupt keinen Umständen irgendwas von Koma-saufen, wie es auf der "Wiesn", an Karneval oder eben auch bei "Punk-Feten" beobachtet wird und die Umgebung mit den entsprechenden Spuren "erfreut".

Eine Differenzierung ist trotzdem notwendig: Es gibt angemeldete, öffentliche Veranstaltungen. Nicht jedes Verhalten auf diesen Veranstaltungen ist von den Veranstaltern erwünscht, aber durch den öffentlichen Charakter ist es im Vorfeld auch nicht vermeidbar. Es gibt nichtangemeldete, private Veranstaltungen. Wer da hinkommt, kommt auf explizite Einladung. Es liegt dann durchaus in der Verantwortung des Einladenden, ein Mindestmaß an Ruhe und Ordnung zu bewahren.

Ich möchte niemanden unangemessen in Schutz nehmen oder umgekehrt anprangern, aber so nahe die Parallele hier liegt, es passt dennoch nicht so ganz. Ausser, man billigt dem Spasshaus auch "Traditionscharakter" zu, und stellt es damit mit traditionellen Festivitäten auf eine Stufe. (Oder auch jede andere aus dem Rahmen laufende Party...)

Wir haben zu Abi-Zeiten auch Abschlußfeten "verursacht" (muss man wohl so nennen), bei denen es zu erheblichen Ausuferungen kam. Wer durfte dafür geradestehen? Wir als gemeinsame Veranstalter. Ersatzweise mangels eigener finanzieller Möglichkeiten unsere Eltern. Die Feten liefen als "private Veranstaltungen". Hier schließt sich der Kreis: Findet die Veranstaltung an sich Duldung bei den Nachbarn, muss der Veranstalter dennoch für Schäden geradestehen. Das muss sich entweder in der Kalkulation eines Unkostenbeitrags niederschlagen oder sonstwie abgedeckt werden (wie - muss jeder für sich selbst rausfinden).

Ich wage mal die Vermutung, dass wenn die "Konzerte" mit Kosten verbunden sind, die Exzessiveren unter den danach-irgendwelche-unerwünschten-Dinge Anstellenden nicht mehr kommen würden. Natürliche Schadensbegrenzung und alle wären wenn schon nicht zufrieden so doch wenigstens in der Lage, Toleranz zu üben.

Oder?

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« Antworten #7 am: 15. Januar 2007, 20:44:38 »

Warum gibt es in Bottrop eigentlich keine öffentliche Einrichtung, wo junge Newcomer-Bands spielen können. In so ziemlich jeder Stadt im Ruhrgebiet gibt es sowas. Oft organisiert von der AWO oder der Kirche.

Wäre die geeignete Location an einem geeigneten Ort da, mit professioneller Aufmachung, dann funktionieren solche Konzerte auch ohne Probleme. Aber das eine Person, sowas nicht unter Kontrolle hat, ist klar. Das wäre ein richtiger Schritt in die richtige Richtung. Dann wären doch alle zufrieden, oder nicht?
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« Antworten #8 am: 18. Januar 2007, 15:00:57 »

Guter Punkt.

Im Gegensatz zu derartigen "öffentlichen" Veranstaltungen sind die privaten "Feten" ja auch i.d.R. nicht anzumelden, d.h. bei öffentlichen Veranstaltungen gäbe es zwangsläufig auch geeignete Ordnungshüter-Präsenz.

Aber eine geeignete Lokation finden, und dann jemanden identifizieren, der sich die Organisation ans Bein binden mag, ist schon eine Aufgabe. Das Stadtsäckel ist auch chronisch leer... einen privaten Veranstalter, der das professionell aufziehen mag, könnte man vielleicht noch finden. Der stünde dann aber wieder im unausgesprochenen Vorwurf, evtl. bestimmte Bands zu benachteiligen - die öffentliche Hand müsste da neutraler herangehen.

Vielleicht ginge was, wenn man schon mit einem konkreten Vorschlag für die Lokation aufwarten könnte. Hat jemand Ideen?

Gruß

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Gyronnymo
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« Antworten #9 am: 02. Februar 2007, 07:09:36 »

bald kann man die zeche prosper für sowas gut nutzen ;-) Ok. das is makaber, die Kumpels sollen da weiter machen *hoff*!!!

Das ganze muss wohl jemand anstoßen, der ein wenig Einfluss in Politik und Wirtschaft in Bottrop hat, sonst wird man wohl nicht erhört.
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Nico
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« Antworten #10 am: 05. März 2007, 13:36:40 »

ihr könnt das Spasshaus anzünden, es wird dennoch nichts nutzen denn dadurch lösen sich die leute auch niht in luft auf.
Stört ihr unser Chaos stören wir eure Ordung!
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« Antworten #11 am: 05. März 2007, 21:51:16 »

Darum geht's ja gar nicht. Wenn jeder jedem "seins" lässt, und sich mit "seinem" auf den privaten Bereich (oder speziell dafür ausgezeichnete öffentliche Veranstaltungen) beschränkt, gibt es kein Problem.

Gegen die Veranstaltungen im Haus an sich scheinen die Nachbarn nichts zu haben - ich habe bislang hier nur "Beschwerden" über die Auswirkungen auf das Umfeld gesehen, und mit solchen Auswirkungen hätte ich auch ein Problem.

Oder kurz: Eigenes Haus und eigenes Grundstück im Chaos geht niemand anderes was an - muss jeder für sich selbst entscheiden. Fremde Grundstücke im Chaos geht die Eigentümer dieser Grundstücke sehr wohl was an, denn die wollen das Chaos nicht, und die Verursacher werden ihnen kaum beim Aufräumen helfen.

Zum sich gegenseitig in Ruhe lassen muss aber erst mal einer mit dem in Ruhe lassen anfangen...

Gereon
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« Antworten #12 am: 15. April 2007, 09:19:50 »

Wie es scheint, wird die Diskussion nunmehr auch "auf der Straße" geführt - gab es doch am Ostersonntag eine Demo der "Spasshaus-Fraktion" in unserer Stadt. Nicht gerade der Toleranz förderlich war sicherlich das zur Schau getragene Transparent "Spaß-Haus bleibt, sons' Bottrop kaputt" - sind es doch ausschließlich die auch vom Eigentümer des Spasshauses ausdrücklich nicht gewollten Randerscheinungen seiner "privaten Parties", die die Kritik der Nachbarschaft auf den Plan gerufen haben. Kein Bottrop kaputt - kein Problem mit dem Spasshaus, so ungefähr könnte die umgekehrte Interpretation lauten.

Es ist in diesem Zusammenhang immer wieder erstaunlich, dass jeder in der Lage ist, Toleranz für sich einzufordern, aber das Verständnis für den Standpunkt des anderen dann ganz schnell in kilometerweite Ferne zu rücken scheint. Niemand will doch irgendjemandem seinen Spass verderben, aber wenn der Spass der einen den anderen die Freude am Wohnen in der Nachbarschaft verleidet, verkehren sich die Verhältnismäßigkeiten.

Das ist leider auch so ein Punkt: Als Mieter mag man sich seine Nachbarn noch aussuchen können (wenn es einem nicht gefällt, zieht man eben weg) - mit einem eigenen Haus legt man sich hingegen sehr stark fest. Da gilt immer noch "drum prüfe, wer sich ewig - naja, sagen wir langfristig - bindet". Ebenso gilt aber auch, dass zu einem friedlichen Miteinander alle Beteiligten Zugeständnisse machen müssen - in Bezug auf die "Lärmausstrahlung" gewisser Parties habe ich den Eindruck, diese für sich allein in begrenzter Anzahl wäre gar nicht das Problem, solange sich alle Teilnehmer (und damit sind dann ausnahmslos alle gemeint) an gewisse Regeln halten. Im Volksfest-Kontext könnte das heißen: Gekotzt wird AUF dem Festplatz...

Womit wir bei einem weiteren Vorteil des Eigentums wären: Auf dem eigenen Grundstück darf man eine Menge dulden, dessen Duldung man von anderen hingegen nicht erwarten sollte geschweige denn darf. Wenn also jemand meint, in Abwesenheit seiner geistigen Kräfte Unsinn anstellen zu müssen, sollte er dies innerhalb kontrollierbarer Grenzen tun. Ein altes Auto im Garten zum dagegentreten und Graffitis draufsprühen ist in Ordnung, fremde Hauswände und Autos dazu zu nutzen doch wohl eindeutig nicht.

Sofern es "nur" um Verschmutzungen ginge, wäre es wahrscheinlich sogar noch für den einen oder anderen tolerierbar, wenn sich am Folgetag eine organisierte "Reinigungskolonne" auf den Weg machen würde - nach dem Motto wer den Mist verzapft (respektive verantwortet) muss ihn auch wegmachen. Bei vermackelten Autos oder Graffitis auf der Wand hört aber der Spass auf (und das zahlt dann auch in der Regel keine Versicherung mehr - selbst die Gebäudeversicherungen, die Graffiti-Vandalismus abdecken, verlangen einen Eigenanteil pro Schadensfall).

Erkennbar ist aber auch: Grabenkriege nützen hier keinem, die verhärten nur die Fronten. Die nächste logische Eskalation wäre, dass die ganze Geschichte in schönster deutscher Gründlichkeit vor einem Gericht geklärt wird - das Ergebnis eines solchen Verfahrens dürfte allerdings zumindest erahnbar sein, wiegt doch das Interesse der Allgemeinheit i.d.R. schwerer als das einer Minderheit, sofern denn diese Minderheit sich zumindest von manchen gesellschaftlichen Regeln erkennbar distanziert. Es sind zwar auch schon Biergärten geschlossen worden, weil nur ein einziger (und auch noch zugezogener!) Anwohner sich gestört fühlte, im Normalfall ist das Problem für den zugezogenen "Störer" aber eindeutiger zu regeln: Er muss seine Störungen einschränken, einstellen oder sich einen anderen Platz dafür suchen. Und - weil ich nach der bisherigen Diskussion immer noch glaube, dass das so von "Snoopy" überhaupt nicht beabsichtigt war - wenn er selbst gar nicht stören sondern nur seinen Spass haben will, muss er eben irgendwie dafür sorgen, dass die Mit-Spass-haber das genauso halten. Dann ist entweder alles gut, oder er kann zu recht von den Kritikern behaupten, dass sie erst einmal vor der eigenen Tür kehren sollen. Wer nicht mehr im Glashaus sitzt, kann sich etwas unbeschwerter mit Steinen befassen...

Gereon
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« Antworten #13 am: 16. April 2007, 10:24:23 »

Ergänzung: Da man sich ja immer umfassend informieren soll, hier noch ein paar interessante Links zum Thema:

Aufruf zur Spasshaus-Demo auf den Seiten der Pogo-Partei

Aktuelle Ausgabe der "Mittendrin!" mit Berichten zur Demo

Mag jemand weitere Links beisteuern?

Gereon
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« Antworten #14 am: 28. April 2007, 15:11:52 »

Ergänzung: Da man sich ja immer umfassend informieren soll, hier noch ein paar interessante Links zum Thema:

Aufruf zur Spasshaus-Demo auf den Seiten der Pogo-Partei

Aktuelle Ausgabe der "Mittendrin!" mit Berichten zur Demo

Mag jemand weitere Links beisteuern?

Gereon


Jupp, mach ich Zwinkernd

WAZ vom 05.04.07

Stadtspiegel vom 11.04.07

WAZ vom 11.04.07

Dieser "Mittendrin"-Artikel ist übrigens großartig. Streckenweise hab ich mich wirklich gefragt, ob das Satire ist (Stichwort "Aktien" und "Putzfrau" und die überaus bekannten Bands) aber sogar diese fundierte Analyse der Punkbewegung scheinen vollkommen ernst gemeint zu sein. Ich hab diese werbefinanzierten Regionalblättchen ja immer überschätzt weil ich dachte, die beschränken sich auf Texte wie "Senioren erleben schönen Nachmittag mit der AWO" oder "Grundschüler basteln zu Ostern". Aber das man sich auch zum politischen Kampfblatt erheben kann: Alle Achtung. Hier musste man sich aber wirklich einiges einfallen lassen um es auf zwei Seiten zu bringen.

Komischerweise habe ich ein ganz anderes Credo der Demonstration gehört, nämlich ungefähr das es wirklich keine Kulturmöglichkeiten in Bottrop gibt. Übrigens kostet euch das geschlossene HDJ jährlich 200.000 € für reine Instandhaltungsmaßnahmen, wie ich vorgestern erfahren habe. Und für all die Fragen, die das Verhalten der Anwohner über die allgemeine Situation in Bottrop aufgeworfen haben, müsste man ihnen fast schon dankbar sein. Allerdings nur fast, denn ich glaube, sie interessieren sich nicht sonderlich für die Welt jenseits ihres Vorgartens, ob der nun angeblich vollgekotzt ist oder nicht.

Meine Meinung findet sich ganz gut in den Beiträgen von Willi wieder, daher will ich hier nicht alles wiederkauen was eine Handvoll Prolls, die allen ernstes meinen repräsentativ für den Windmühlenweg zu stehen, sich selber in die Tasche schwindeln. Und ich musste schon etwas schmunzeln als man die "Nazivergleiche" so kathegorisch und empört zurückwies und dann noch ziemlich eindeutiges Nazi-Vokabular benutzt wie "Zecken". Das mit dem Wachschutz halte ich sogar wirklich für eine gute Idee. Das solltet ihr wirklich machen wenn ihr echte Profis findet die sich wie solche verhalten. Ihr habt Ruhe, wir haben unseren Spaß und der Wachdienst freut sich über nen leichten Job.

Was mir mal so aufgefallen ist: Wo sind eigentlich die Belege für die angeblichen Zerstörungen im Windmühlenweg? Hat das mal irgendwer dokumentiert oder ist es doch eher so, dass man sich hier auf anonym getägtiger Aussagen von irgendwelchen Nicknames zu verlassen hat, die noch nichtmal mit ihrem Namen zu ihren Anschuldigungen stehen? Ich bin jetzt seit 5-6 Jahren Besucher des Spaßhauses und ich kann mir nicht helfen aber bis auf diesen beschriebenen "Brand" (der sich glaub ich nach zwei Minuten noch vor Eintreffen der Feuerwehr ohne Folgeschäden erledigt hat) kann ich mich an nichts errinnern. Hin und wieder fuhr die Polizei mal Streife (sollen sie gerne tun!) und ein oder zweimal war sie im Haus (was sie garnicht durfte aber nun denn...) um darum zu bitten, die Musik etwas leiser zu drehen. Letzteres ist mir übrigens bisher auf fast jeder Privatparty, die ich in den letzten 10 Jahren besucht habe, aufgefallen. Man darf auch nicht vergessen, dass das (derzeitige) unterbinden von Konzerten nicht auf angebliche "Zerstörungen" im Windmühlenweg bei An- und Abreise zurückgeht sondern eher um das Intervenieren des Ordnungsamtes, welches befunden hat, dass das Spasshaus baulich (!) für diese Partys nicht ausgelegt ist. Also soviel zu dem Argument mit Lärmbelästigung und dem asozialen, widerlichen Publikum. In Gladbeck (meiner Heimatstadt) hatten wir mal die Discothek Mausefalle, die hatte jedes Wochenende auf und ich errinnere mich noch daran, wie ein Gladbecker Richter darauf hinwies, wie die Krimininalitätrate in diesem Stadtteil nach Eröffnung der "Mausefalle" angestiegen sei. Die dortigen Besucher hatten übrigens größtenteils eine bürgerliche Identität. Das schließt jetzt ein bisschen an das Schützenfest-Argument von Willi an, daher will ich das jetzt nicht weiter ausführen und darauf hoffen, dass jeder verstanden hat, was ich meine. Schließen möchte ich daher mit dem schönen Zitat von Tucholski: "Deutsch bleibt Deutsch - Da helfen keine Pillen"  Zwinkernd

Nachtrag: Punx neigen nicht zum Grafitti - das sind HipHopper Zwinkernd
« Letzte Änderung: 28. April 2007, 15:21:43 von PhilippMeineid » Gespeichert
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